Borussia Dortmunds Planungen laufen für die kommende Saison bereits auf Hochtouren, eine Entscheidung ist dabei gefallen: Kapitän Emre Can soll seinen Vertrag verlängern – und daran ändert auch die schwere Kreuzband-Verletzung nichts. Das bestätigte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken dieser Redaktion.
Auf konkrete Nachfrage erklärte der BVB-Boss: „Ja. Es ist eine extrem bittere Diagnose für Emre und den gesamten Verein. Er ist nicht nur unter Niko Kovac, sondern auch unter Nuri Sahin und Edin Terzic schon der unumstrittene Kapitän unserer Mannschaft gewesen. Mit welcher Verantwortung er sich um seine Mitspieler kümmert, ist beeindruckend. Wir haben eine enorme Wertschätzung für Emre. Auch deshalb wollen wir ihn über den 30. Juni hinaus auf seinem Weg zum Comeback unterstützen und seinen auslaufenden Vertrag verlängern“, sagte Ricken. „Wenn Emre die bevorstehende Operation überstanden hat, werden wir uns mit ihm diesbezüglich zusammensetzen.“
Can ist seit drei Jahren BVB-Kapitän
Can, 32, übernahm im Sommer 2023 von Marco Reus die Binde, als noch Terzic den BVB trainierte. Und er behielt sie eben auch unter dessen Nachfolgern Sahin, Tullberg und aktuell unter Kovac, weil er innerhalb der Mannschaft als Kapitän einen hohen Stellenwert genießt.

Can hatte sich im Bundesliga-Topspiel am vergangenen Samstagabend gegen Bayern München (2:3) kurz vor der Halbzeit einen Kreuzbandriss zugezogen. Die Saison ist für ihn damit beendet, der Nationalspieler wird dem BVB mehrere Monate fehlen und muss sich durch eine Reha quälen. Und in die, so die klare Botschaft der Verantwortlichen, soll Can mit einer klaren Zukunftsperspektive gehen.
BVB-Poker um Schlotterbeck geht weiter
Ansonsten aber bleiben derzeit noch Fragezeichen für Cans Position, die Innenverteidigung. Die Entscheidung von Nico Schlotterbeck steht bevor. Dortmund will den 26-Jährigen zum neuen Gesicht des Klubs machen, doch bislang zögert Schlotterbeck mit einer Vertragsverlängerung über 2027 hinaus, weil er eine klare Titelperspektive aufgezeigt bekommen möchte. Bei Niklas Süle (Vertrag bis 2026) ist noch keine Entscheidung kommuniziert, doch die Zeichen stehen auf Trennung. Die talentierten Filippo Mane (20) und Luca Reggiani (18) müssen noch nachweisen, dass sie den Profis dauerhaft weiterhelfen können, sie sollen noch näher herangeführt werden.
Der BVB benötigt also unabhängig von der Can-Verletzung Verstärkung in der Abwehrzentrale. Gesucht wird ein gestandener Profi, der dem Klub sofort weiterhilft.


